(p)urweiblich

(p)urweiblich
Hier geht's ums Leben. Darum, es ganz bewußt lebendig und erfüllt zu gestalten. Spirituell im Alltag und im Körper einer Frau. Und um alles, was ich als SoulCoach und IntuitionsMentorin spannendes mit Euch teilen möchte. Viel Spass damit!

12. April 2018

Stress lass nach - 5 einfache Tools, um dich blitzschnell zu entspannen


Das Hamsterrad dreht sich mal wieder:

Eigentlich habe ich mir vorgenommen, heute meine Buchhaltung zu machen. Aber das Telefon klingelt jetzt schon zum 5. Mal und reist mich aus der Konzentration. Draußen schreien die Kinder um die Wette, die Waschmaschine verkündet mit unnachgiebigem Gepiepe, dass sie ausgeräumt werden möchte. Und der Hund neben mir schaut mich seit 5 Minuten mit flehenden Augen durchdringend an, als wäre er schon seit Jahren nicht mehr aus dem Haus gekommen.

Wen interessiert es da, daß in 5 Minuten der nächste Coachingtermin auf Skype ansteht und meine Klientin nicht nur meine volle Aufmerksamkeit, sondern auch eine ausgeglichene Coachin erwartet?

Am liebsten möchte ich mir jetzt die Haare raufen und einmal laut schreien!

Kommt dir das bekannt vor? 

Ich kenne solche Situationen in meinem Alltag als Businessmama zur Genüge. Und ich komme auch immer wieder an den Punkt wo ich merke: „Jetzt reicht’s grad. Es wird zu viel."

Aber, ich weiß mir zu helfen. Und du ab jetzt auch ;-)

Hier kommen ein paar einfache Tools für dich, mit denen du dich in stressigen Momenten innerhalb kurzer Zeit erfolgreich wieder runterfährst. Was du dafür brauchst: Nichts, außer dich selbst, einen kleinen Moment Achtsamkeit und deinem Körper.

Und so geht‘s: STOP!

Sobald dir bewusst wird, dass du am rotieren bist und innerlich auf Hochtouren läufst, ist das dein wichtigstes Signal an dich. Denk es, oder sag es sogar laut: STOP! 

Jetzt nimm einen tiefen Atemzug und nun kann es weitergehen. Und zwar zum Beispiel so:

1. Der Klassiker 

Ich weiß, du kennst ihn – aber auch ich muss mir dieses wirksame Werkzeug immer mal wieder in Erinnerung rufen: Nimm 10 tiefe Atemzüge. Ganz bewusst und langsam. Zähl dabei die Ausatemzüge, bis du bei zehn angekommen bist. Du musst dafür nicht mal die Augen schließen.

Wenn das möglich ist und nicht gerade deine Kollegen um dich herum ein Meeting abhalten, dann tu es aber trotzdem. Es verstärkt den Effekt.

Das gilt übrigens für alle der folgenden Mini-Übungen: Schließe deine Augen dabei, wann immer es geht. Du wirst sehen, es unterstützt dich am Anfang ungemein.

2. Der Handy

Leg beide Handflächen  aufeinander. Lass sie sich einfach berühren. Und spür diese Berührung. Sind deine Hände kalt oder warm? Hast du trockene, feuchte, glatte oder rauhe Hände? Konzentriere dich darauf und nimm sie intensiv wahr. 

Und dann beginne die Handflächen langsam und sachte aneinander zu reiben. Ein bißchen hin und her in alle Richtungen. Tu das für ein paar Sekunden und sei dabei mit deiner Aufmerksamkeit ganz in deinen Händen. Dann halt wieder inne. Spür nochmal in deine Hände hinein: Wie fühlen sie sich jetzt an? Was hat sich verändert?

3. Der Zungenspitzer

Die nächste Übung ist ganz unauffällig. Das heißt, du kannst sie immer und überall machen. Sogar im Supermarkt in der Schlage vor der Kasse. Berühre mit der Spitze deiner Zunge ganz sacht deine oberen Schneidezähne von hinten. 

Und nun achte genau darauf, was du spürst. Fokussiere dich ganz auf die Stelle, an der sich deine Zunge und deine Zähne berühren. Wie fühlt sich das für deine Zunge an? Wie für deine Zähne? Wechsle ein paar Mal die innere Perspektive und sei dabei ganz präsent mit dieser Berührung.

4. Der Erder

Dich zu erden ist ein weiteres, sehr effektives Hilfsmittel, um ruhig zu werden. Dafür musst du nichts weiter tun, als beide Füße im Abstand von zwei Händen auf den Boden zu stellen. Dann stell dann dir vor, wie aus deinen Fußsohlen Wurzeln in die Erde hineinwachsen. Nimm dir etwas Zeit dafür, deine Wurzeln wahrzunehmen und atme währenddessen in deine Füße und diese Wurzeln hinein.

5. Der Betrachter

Such dir einen Gegenstand in deiner unmittelbaren Umgebung aus. Und dann tu nichts anderes, als ihn zu betrachten. Ganz intensiv einfach nur hinschauen. Dabei ist es egal, ob es ein Baum, eine Flasche, der obere rechte Rand deines Bildschirms oder deine eigene Hand ist. Betrachte den Gegenstand für ein paar Sekunden, ohne irgendetwas zu bewerten.

Nun hast Du ein paar sehr effektive und gleichzeitig einfaches Tool, um in Sekunden deine innere Mitte zu finden und ruhig zu werden. Sie alle bringen dich schnell und wirkungsvoll in den gegenwärtigen Moment.

Nimm dir direkt eine der Übungen vor und erlebe es selbst. Du wirst sofort merken, wie dein Atem automatisch langsamer und tiefer wird. Dein ganzer Körper wird ruhiger und entspannt.

Auf welche Übung hast du jetzt Lust? 

Teste sie durch und erzähl mir: Welche ist dein Favorit?

4. Dezember 2017

Not my circus, not my monkeys!

„Meine Güte! Was für ein Mist.

Schau dir das mal an. Da haben die doch wirklich dieses blöde Ding mitten auf unseren schönen Marktplatz gestellt. Was für eine Schande. Und das finden die auch noch schön, oder wie? Kunst? Darüber kann man wirklich nicht streiten. Das ist ja ganz offensichtlich! Oder wie findest du das?!?“

Und so könnte es weitergehen. Stundenlang. Es entspinnt sich ein Gespräch, beide sind sich einig und schimpfen gemeinsam über die Geschmacklosigkeit und die Geldverschwendung der öffentlichen Hand.

Hast Du Dich auch schon mal so über irgendetwas aufgeregt? 
 
Bestimmt. Und dann? Nichts. Alles was passiert ist war, daß Du Dich geärgert hast und jede Menge Energie in etwas gesteckt hast, daß Du nicht ändern kannst. Es sei denn, Du bist der städtische Kulturdezernent und Leiter des Bauamtes in einem ;-).

„Ja und?“, denkst Du jetzt vielleicht. „Was will sie mir damit sagen? Über irgendetwas muss man sich ja schließlich unterhalten.“

Ja, schon Recht. Aber wenn Du mal ganz ehrlich zu Dir selbst bist: Du hast damit nur Lebenszeit und -energie verschwendet. Um es deutlich zu sagen: Du hast Dich mit etwas beschäftigt, das eigentlich gar nicht deine Sache ist.

Das Beispiel mag banal sein, aber wenn Du mal in Dich rein hörst, ist es deutlich. Denn das ist etwas, was wir alle den lieben langen Tag tun: Uns in Dinge einzumischen, die wir a) nicht ändern können und die b) gar nicht unsere Angelegenheit sind.

Manchmal ist es ganz leicht zu erkennen.

Je größer Deine emotionale Distanz ist, desto unwahrscheinlicher ist es, daß Du Dich gerade einmischst. Schimpft Dein Kollege, weil ihm gerade jemand den Parkplatz geklaut hat? Ein mitfühlendes Lächeln und die Sache ist für Dich abgehakt.

Wenn Dir aber gerade selbst erst gestern das Gleiche passiert ist und Du wegen dieses Idioten zu spät gekommen bist, sieht die Sache schon anders aus. Du steigst darauf ein, beschwerst Dich ebenfalls, ihr bestärkt Euch gegenseitig darin, daß Euch Unrecht geschehen ist. Und schwupps – die Energieverschwendung nimmt ihren Lauf.

Vielleicht scheint Dir das gar nicht so schlimm. Aber ein Großteil unsres täglichen Stresses kommt daher, daß wir mental mit den Angelegenheiten anderer Leute beschäftigt sind.

Woran Du das erkennst? Ganz einfach: an Deinen Gefühlen. Immer, wenn Du zum Beispiel ärgerlich, traurig, einsam oder wütend bist, solltest Du Dich fragen: „Mit wessen Angelegenheiten bin ich gerade gedanklich beschäftigt?“

Es gibt nur 3 Arten von Angelegenheiten.

Davon geht Byron Katie aus: meine, deine und Gottes (je nach Belieben auch: des Universums/des Lebens/oder was auch immer für Dich richtig ist).

Alles, was außerhalb Deiner Kontrolle liegt, ist dabei nicht Deine Angelegenheit.

Zum Beispiel: Wessen Sache ist es, wie das Wetter ist? Gottes. Die Depression Deiner Mutter? Ihre. Was ich zum Abend esse? Meine. Die Wut Deines Chefs? Seine. Der Berufsverkehr? Des Universums. Ob Deine Tochter ihr Gemüse isst? Ihre. Deine Körpergröße? Des Lebens. Ob ich ins Kino gehe? Meine.

Eigentlich ist es ganz einfach.

Du musst nur ehrlich sein und Dich fragen, ob Du irgendeinen Einfluss darauf hast.
Dich aus den Dingen herauszuhalten, die nicht Deine Sache sind, ist unglaublich erleichternd. Es macht frei, weil Du Dich plötzlich auch um jede Menge Dinge nicht mehr kümmern oder sorgen musst. Je mehr Übung Du darin bekommst, bei Deinen eigenen Angelegenheiten zu bleiben, desto entspannter wirst Du Dich fühlen.

Nächstes Mal wenn es Dir schlecht geht, versuch es einfach.

Frag Dich: „Mit wessen Angelegenheiten bin ich gerade beschäftigt? Meinen, denen anderer oder denen des Universums?“ Dann hör in Dich rein und sei ehrlich. Nicht argumentieren oder das warum und wieso erklären. Wenn Du das tun musst, ist es garantiert nicht Deine Angelegenheit.

Und wenn die Antwort nicht zu 100% lautet „meine“, dann zieh Dich ganz bewusst zurück. Aus dem Gespräch, dem Gedanken, der Geschichte die Dein Geist gerade spinnt. Und sag laut: „Not my circus, not my monkeys.“

Und wenn Du siehst, es hilft, dann erzähl mir von Deinen Erfahrungen. Ich bin gespannt.

1. Dezember 2017

Hallo Körper! Wie geht's?


"Hmm, weiß nicht so genau... Mal sehen..."

Wenn Du ehrlich bist, hast Du meistens gar keine Ahnung, wie es Deinem Körper gerade geht. Du bist so beschäftigt mit allem Möglichen, daß Dir gar nicht auffällt, wie Dein Körper gerade so drauf ist. Es sei denn, es zwickt irgendwo.

Schade! Denn dabei gehen Dir jede Menge echt spannende Informationen durch die Lappen, die Deine 5 Sinne Dir ständig übermitteln. Und ganz nebenbei, fällt auch noch das Gefühl, präsent im Hier und Jetzt zu sein, hinten runter. Einfach so. Und den meisten von uns fällt das nicht mal auf.

Das hat aber zur Folge, daß wir nicht wirklich bei uns sind. Und das macht Stress. Wir sind angespannt und fühlen uns nicht wohl. Und gleichzeitig haben wir keinen blassen Schimmer, wie wir das ändern könnten.

Frag Deinen Körper doch einfach mal!

Er hat nämlich eine ganz einfach Antwort darauf. Achtsamkeit ist hier das Stichwort. Dein Körper und deine Sinne sind ein sehr zuverlässiges Tor in den Moment. Dazu, ganz präsent zu erleben, was wirklich gerade geschieht. Und zwar ohne es zu bewerten. Das entspannt ungemein!

Willst Du wissen, wie es geht? Hier eine einfache Übung, um Deinen Körper achtsam wahrzunehmen: der 5-Sinne-Körpercheck. Er ist leicht durchzuführen in nur ein paar Sekunden. Und sehr effektiv wenn es darum geht, Deine Body Awareness zu steigern.

Richte Dir dafür, z.B. auf Deinem Smartphone, eine regelmäßige Erinnerung ein. Dazu kannst Du einfach die Weckfunktion verwenden. Ich selbst habe eine kleine, kostenlose App, die Glocke der Achtsamkeit. Sie lässt in einem bestimmten, voreingestellten Rhythmus, eine Klangschale ertönen. Das Geräusch ist sehr angenehm und auch nicht störend, wenn es in ungünstigen Situationen erklingt ;-)

Sobald Deine Erinnerung aktiviert wird, tust Du einfach folgendes:

Geh der Reihe nach alle 5 Sinne durch und werde Dir bewusst, was Du gerade über sie wahrnimmst. Was siehst Du? Was hörst Du? Was riechst Du? Was fühlst Du? Und auch: Was schmeckst Du? 

Prüfe wirklich jeden Sinn bewusst durch. Auch wenn Du gerade nichts isst oder zunächst keinen Geruch feststellen kannst. Nimm Dir dafür einfach 20 Sekunden Zeit – länger dauert es nicht.

Das kannst Du ganz unauffällig machen, egal, wo Du gerade bist. Immer wieder und wieder.
Du wirst staunen, wie schnell Du Veränderungen an Deiner Wahrnehmung feststellst. Wie Du präsenter wirst und Deinen Körper viel besser spürst. Nicht nur in dem Moment, in dem Du die Übung machst.

Probier es gleich mal aus!

Und lass mich wissen, wie es Dir damit ergeht. Ich bin gespannt!

28. November 2016

Ein Gefühl dauert 90 Sekunden




Irgendwann haben "negative" Gefühle das Meiste von ihrer Bedrohlichkeit für mich verloren.

Sie sind einfach Ereignisse, die in meinem Körper stattfinden, getriggert durch Gedanken. Nichts weiter. Ich kann sie wahrnehmen, beobachten was sie mit meinem Körper machen. Wie sie stattfinden, Muskeln verkrampfen, Energie komprimieren oder weiten.

Gefühle einfach wahrzunehmen ist genauso faszinierend, wie einen Käfer dabi zu beobachten, während er auf einem Blatt entlang krabbelt. Oder einer Blume zuzusehen, wie der Wind sie bewegt. Sie sind Teil des Lebens, das sich selbst lebt. 

Und ich schenke ihnen meine Aufmerksamkeit, nehme sie bewusst wahr, gebe ihnen Raum. Ohne sie verändern oder beeinflussen zu wollen.

Ich gebe jeden Widerstand gegen sie auf und genieße es, wie sie fließen, tanzen, sich verändern. Ständig. 

Gefühle sind nicht starr. Wenn Du genau hinschaust, dauert ein Gefühl nicht länger als 90 Sekunden. Dann ist es schon ganz anders, ganz neu. Gefühle sind lebendig und immer in Bewegung. Ein vollkommener Ausdruck des Lebens, der Uressenz des Sein, die durch mich spielt.